Vergeblicher Versuch

PL Gestern fand ich ein Vogelküken auf der Erde. Ich habe bis jetzt keine Ahnung, wie es dort hingekommen ist, da ich in der unmittelbaren Umgebung kein Nest finden konnte. Ich kann mir nur vorstellen, daß irgendein Räuber es aus einem Nest geholt und an dieser Stelle hat fallen lassen.

Kleines, aus dem Nest gefallenes Vogelküken
So habe ich ihn gefunden

Da es sich noch bewegte, nahm ich es auf um zu sehen, ob es verletzt ist. War es aber nicht.

Vogelküken auf der behandschuhten Hand
Noch habe ich das Küken nur mit Handschuhen angefaßt

Nachdem es auf dem nassen kalten Boden gelegen hatte, wärmte ich es erst einmal in meiner Hand.

Vogelküken in meiner Hand
Er kann sich in meiner Hand aufwärmen

Was tun? Ich setzte es in ein Nest, das ich in meiner „Naturfundesammlung“ hatte.

Vogelküken im Nest
Ein Nest aus meiner „Naturfundesammlung“ dient als Ersatz

Dann kam, was kommen mußte (obwohl man es bessser weiß).

Sperrendes Vogelküken
Groß genug ist der „Trichter“ ja
Fütterung eines Vogelkükens
Und rein damit

Aber was frist ein Vogel, von dem man nicht weiß, was es für einer ist? Ich hatte keine Ahnung und nahm das, was landläufig Vogeleltern an ihre Jungen verfüttern: Regenwürmer. Insgesamt sieben oder acht Stück habe ich im Laufe des Tages an den kleinen verfüttert, immer schön in schnabelgerechte Stückchen zerteilt. Positiver Nebeneffekt: die Erde in meinem Gemüsebeet ist gut gelockert.

Nach den Mahlzeiten schlief er jedesmal sofort ein.

Schlafendes Vogelküken
Nach dem Fressen schläft er erst einmal

Über Nacht brachte ich den Lütten in den Heizungskeller, da es dort ein paar Grad wärmer als in der Wohnung ist. Heute morgen lebte er auch noch, machte aber bereits einen sehr schwachen Eindruck. Er konnte den Kopf schon nicht mehr heben, so daß ich auch nicht mehr füttern konnte. Ungefähr eine Stunde später hatte er sich dann in den Vogelhimmel verabschiedet.

Totels Vogelküken
Im Vogelhimmel ist es wohl doch schöner

Veröffentlicht von

Peter Lederer

Geboren im Norden Deutschlands, dann aber dreißig mal umgezogen. Lange Jahre habe ich in Österreich gelebt, ein gutes Jahr in der Schweiz und fühle mich heute im Nordwesten Münchens wohl.

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