Seit Januar 2010 zeichne ich die Daten meiner Wetterstation auf. Der kälteste Monat bislang war der Februar 2012, jetzt wird er wohl vom Januar 2017 abgelöst.

Man beachte die Durchschnittstemperatur am oberen Rand: -5,02°C.
Nach herrlichem Sonnenschein gestern, dichter Nebel heute. Gegen halb drei sah man eine matte, weiße Scheibe am Himmel. Wollte sie doch noch kommen? Sie wollte. Hier ein paar Winterimpressionen von der Amper.




Warum der Artikel »Von Fischern und Vögeln« heißt?

Kormoran und Gänsesäger – da würde ich mich als Fisch aber ganz ruhig verhalten.
Im Schnee kann man sehr gut Tierspuren entdecken und bestimmen. Aber wie ist das mit »Landespuren« von Vögeln? Ich bin überfragt.

Nachdem ich die eine »Landung« entdeckt hatte, fand ich noch viele weitere, z.T. gemischt mit anderen Spuren, so daß man sich teilweise sehr gut eine Verfolgung, ein Kampf oder auch einen (Sch)maus vorstellen konnte.
Auf dem Rückweg dann versönliche Durch- und Aufblicke.


Der heutige Streifzug begann mit einem Silberreiher, den ich bereits aus ca. 80 m entdeckte. Er stand in Ruhestellung und wärmte sich.

Als ich näher kam, war ihm das nicht so geheuer.

Dann hatte ich seine »Wohlfühldistance« überschritten…


Auf der gesamten Wiese waren diverse Tierspuren zu sehen, einige konnte ich bestimmen, die meisten anderen nicht. Bei dieser Spur hier sieht es so aus, als hätte das innere Navi des Tieres plötzlich die Meldung: „Wenn möglich, bitte wenden“ ausgegeben.

Schon bei meinen letzten Spaziergängen fiel mir der extrem niedrige Wasserspiegel der Amper auf. Auf dem Bild kann man gut erkennen, daß der Wasserspiegel auch nach der Eisbildung weiter gesunken ist, was zur Folge hatte, daß anschließend das Eis einbrach.

Bei diesem »Wasserfall« in einem kleinen Zufluß der Amper kann man nicht mehr richtig unterscheiden, was noch Wasser und was schon Eis ist. In Natura war die Unterscheidung natürlich einfacher.

Zum Ende meines Spaziergangs lief mir noch dieser schwarze Geselle über den Weg. Durch den Sonnenschein ist die Krähe in ein konturloses Schwarz gehüllt.

In der Nacht hatte es wieder angefangen zu schneien, erst heute morgen gegen 9 Uhr hörte es auf. Dort, wo sich niemand hintraut, ist der Schnee noch völlig unberührt.

Bei diesem Baumstamm fand ich das »Doppelsichtige« so schön, einerseits die Spiegelung des Stammes im Wasser, andererseits der Blick unter die Wasseroberfläche auf die alten Wurzeln des Stammes.

Und das ist der 60-ste Vogel in meiner Liste. Ich sah ihn nur kurz, konnte gerade das eine Bild machen, da tauchte er ab. Trotz konzentriertem Suchen sah ich ihn nicht wieder auftauchen.

Außer dem Haubentaucher sah ich noch vier Buntspechte, einen Kleiber, Schwanzmeisen, zwei Eisvögel und diverse Entenarten. Das Eichhörnchen, das ich beobachtete, hatte das Maul voll mit Moos und trockenem Gras. Ob das schon der Beginn des Nestbaus ist? Eigentlich ein bißchen früh.
Es war wieder richtig kalt in der Nacht, -7,5°C. Allerdings auch feucht genug, daß sich sehr schöner Raureif bilden konnte. Die ersten beiden Bilder habe ich noch, in Abwesenheit der Sonne, im Garten gemacht.


Als dann die Sonne rauskam, packte ich meinen Fotokrempel zusammen und ging auf den ehemaligen Schießplatz.



Auch heute war wieder wundervoller Sonnenschein, das erste Fotomotiv lag jedoch noch im Schatten. Es war dieser «Stacheldraht», der sich bei einem entfernten Nachbarn um den Gartenzaun wickelte.

Und dann doch noch ein Eiszauber im Sonnenschein.
