Sammelsurium der letzten Tage

PL Abgesehen davon, daß das Aussetzen von Tieren eine Straftat darstellt, ist es ökologisch auch eine große Dummheit. Diese Schmuckschildkröte ist da noch eine der harmloseren Fälle, sie und ihre 3(!) Artgenossen, die ich gesehen habe, werden den Winter wahrscheinlich nicht überleben.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/7.1 | Verschlusszeit: 1/640s | Brennweite: 600mm | ISO: 400 |

Das kleine Teichrallenküken muß nicht erst auf den Winter warten, es ist sicher inzwischen schon tot. Hier die Geschichte dazu:
Direkt an der Amper stehend hörte ich plötzlich ein Piepsen, das ich nicht einordnen konnte, mir kam spontan kein Vogel in den Sinn mit einem solchen Ruf (wobei der Ruf schon nach Jungvogel klang). Dann bemerkte ich, daß der Ruf aus Richtung Wasser und nicht vom Land kam. Ich schaute auf den Fluß und sah zunächst nichts, nur ein kleines Stück Holz o.ä. schwamm vorbei. Doch plötzlich schwamm das »Holz« in Richtung Ufer. Ein schneller Blick durch das Fernglas genügte, um jetzt zu sehen, daß es ein kleiner Jungvogel war. Als ich dort ankam, wo er gelandet war, hörte ich aus dem Uferbewuchs auch wieder dieses Piepsen. Ja, und dann sah ich ihn. Ihm war wohl die Familie abhanden gekommen, denn es war weit und breit kein Wasservogel zu sehen. Ich denke, der Kleine wollte mal ein großes Teichhuhn werden – aber daraus wird jetzt wohl nichts.
Schweren Herzens habe ich ihn ihn wieder dort hingesetzt, wo ich ihn aufgenommen hatte und ihm eine schöne Reise gewünscht.

Kamera: DSC-RX100M2 | Blende: ƒ/2.8 | Verschlusszeit: 1/80s | Brennweite: 10.4mm | ISO: 160 |

Erfreulicher der Wasserfrosch, er sieht nicht gerade unterernährt aus.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/50s | Brennweite: 600mm | ISO: 400 |

Dem Diestelfalter schmeckt der Nektar des Hornklees offenbar ausgezeichnet. Er ist zwar mehrfach aufgeflogen, kehrte aber immer zu diesen Blüten zurück.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/8 | Verschlusszeit: 1/250s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 |

Und hier noch zwei Vögel, die sich so präsentierten, daß ich sie fotografieren mußte, auch wenn sie nicht gerade selten sind.

Mönchsgrasmücke (♂)
Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 720 |

Singdrossel

Übersprungshandlung

PL Eigentlich wollte ich Biber fotografieren. Nachdem die aber offensichtlich auf einer Grillparty waren, habe ich dann mal das abgelichtet, was ich während des Wartens noch so am Wasser gesehen habe.

Zilpzalp

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/1000s | Brennweite: 600mm | ISO: 1000 | Aufgenommen: 17 Mai 2019 |

Wasseramsel

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 1800 | Aufgenommen: 18 Mai 2019 |

Bachstelze

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 1800 | Aufgenommen: 18 Mai 2019 |

Aurorafalter

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 1800 | Aufgenommen: 18 Mai 2019 |

Bisamratte

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6 | Verschlusszeit: 1/400s | Brennweite: 450mm | ISO: 1400 |

Biber satt

PL Als ich am Samstag den Schwarzspecht endlich vor die Kamera bekommen hatte, blieb ich noch ein bißchen sitzen und schaute und hörte um mich herum. Dabei entdeckte ich drei Biber, glücklicherweise blieb dieses Entdecken einseitig. Aufgrund der einbrechenden Dämmerung konnte ich jedoch nicht mehr fotografieren.

Am Sonntag zog ich also wieder los, diesmal war ich etwas früher dran. Nach wenigen Minuten sah ich den ersten Biber an mir vorbeischwimmen, er verschwand jedoch zunächst in einem Seitenarm.

Um die Wartezeit zu überbrücken, präsentierte sich erst einmal eine Teichralle (Teichhuhn).

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/125s | Brennweite: 600mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Kurze Zeit später kam der Biber dann zurück und schwamm genau auf mich zu. Ich konnte mein Glück kaum fassen, wußte allerdings auch noch nicht, welche Aufnahmen der gute Kerl mir noch bescheren würde.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 600mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Er schwamm dann flußabwärts an mir vorbei und ich dachte, daß es das gewesen sei mit den Biberfotos. Doch kurz darauf machte er einen kleinen Schwenk gen Ufer und blieb dort zunächst sitzen, lauschte und schaute.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 600mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Ich dachte schon, er hätte mich bemerkt und würde gleich verschwinden, aber nein, er fühlte sich so sicher, daß er erst mal einen kleinen Snack zu sich nahm.

Hier nagt er die Rinde eines im Wasser liegenden Astes ab.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 600mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Dann wird der Leckerbissen verspeist.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 450mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Und immer gut kauen.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 450mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Nach der Zwischenmahlzeit schwamm er ein paar Meter weiter und fand einen weiteren Ast, den er aber wohl als Wegzehrung mitnehmen wollte.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/80s | Brennweite: 460mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Es dauerte etwas, bis er den verkeilten Ast gelöst hatte, dann zog er ihn einfach hinter sich her und verschwand an der nächsten Flußbiegung.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/40s | Brennweite: 460mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 12 Mai 2019 |

Von der Amper bis zum Nil

PL Es ist schon verdammt schwierig, sich bei einer Körpergröße von ca. 1,5 mm durch meine Beinbehaarung zu kämpfen.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/11 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 |

Da hat es das kleine Insekt auf den glatten Gräsern ein bißchen einfacher.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/11 | Verschlusszeit: 1/125s | Brennweite: 105mm | ISO: 200 |

Fast riesig erscheint dagegen die Maus, die wir auf unserem gestrigen Spaziergang gleich zweimal, auf dem Hin- und auf dem Rückweg sahen. Beim zweiten Mal war auch meine Kamera einsatzbereit bzw. hat die Maus lang genug posiert.

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/5.6 | Verschlusszeit: 1/30s | Brennweite: 300mm | ISO: 3200 |

Das schönst Erlebnis habe ich allerdings nicht mit der Kamera festhalten können. In den Amperauen sah ich heute morgen gegen 05:30 Uhr auf einmal ca. 3 m von mir entfernt einen Biber beim Frühstück. Es war ein richtig großer Brocken, ich schätze ca. einen knappen Meter groß und vielleicht 25 Kg schwer. Ich blieb wie angewurzelt stehen und er hatte mich wohl tatsächlich nicht bemerkt, denn er fraß seelenruhig weiter. Mir stellte sich natürlich sofort die Frage des Fotos. Meine Kamera hatte ich seitlich hängen, allerdings mit dem 150-600 mm Objektiv. Die kleine Sony RX 100II steckte in der Hüfttasche meines Rucksacks. Lange Rede, kurzer Sinn: ich schaffte es, die Sony aus der Hüfttasche zu pfriemeln, die Kameratasche hinter meinem Rücken zu öffnen und sie rauszunehmen. In dem Moment, in dem ich sie nach vorne bewegte, um ein Foto machen zu können, verschwand der Biber so blitzschnell, wie ich es ihm nie zugetraut hätte. Ich hätte nicht geglaubt, daß die ansonsten gemächlich dahinwatschelnden Tiere so schnell sein können. Tja, das war es dann mit der Nahaufnahme eines Bibers an Land.

Auf dem Rückweg sah ich dann noch diese zwei Nilgänse, die den ereignisreichen Morgen abschlossen (Reh, Biber, Bachstelze, Gebirgsstelze, Rotkehlchen, Girlitz und den ersten Kuckuck in diesem Jahr gehört).

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 220 |

Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/500s | Brennweite: 600mm | ISO: 500 |

Fasanenjagd, Feuerwanzenkopulation und Waldsauerklee

PL Die Überschrift zeigt es schon, ein kleines Bilder-Mischmasch ist gestern und heute entstanden.

Diesem jungen Bock gefiel es nicht, daß der Fasanenhahn dort herumstrich, wo er äsen wollte. Kurz nachdem ich dieses Foto schoss, senkte er sogar den Kopf, als wolle er den Hahn aufspießen.
Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/250s | Brennweite: 600mm | ISO: 200 |

Auf demselben Streifzug entdeckte ich diesen Waldsauerklee. Ein, wie mir Wikipedia sagte, sehr schattenliebendes Gewächs. Auf dem Bild sieht man schön, was passiert, wenn der Klee mehr Licht abbekommt, als ihm lieb ist: er faltet seine Blätter zusammen um Transpiration zu vermeiden und nicht auszutrocknen.
Kamera: DSC-RX100M2 | Blende: ƒ/8 | Verschlusszeit: 1/30s | Brennweite: 10.4mm | ISO: 100 |

Im Tomatenhaus fiel mir heute als erstes auf, daß von den drei begonnenen Feldwespennestern zwei verlassen waren und an dem dritten nur noch zwei Wespen werkelten. Ich habe keine Ahnung, warum die anderen alle weg sind.
Dann entdeckte ich diese kleine Feuerwanzenkolonie.
Kamera: DSC-RX100M2 | Blende: ƒ/8 | Verschlusszeit: 1/60s | Brennweite: 10.4mm | ISO: 100 |

Die beiden vergrößern gerade die Kolonie.
Kamera: NIKON D5300 | Blende: ƒ/10 | Verschlusszeit: 1/320s | Brennweite: 105mm | ISO: 800 |