Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich schon in der Wiese kniend verbracht habe, immer in der Hoffnung, eine kleine Springspinne (ca. 4 mm) so zu erwischen, daß man nicht nur ihr Hinterteil sieht. Heute war es dann so weit.

Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich schon in der Wiese kniend verbracht habe, immer in der Hoffnung, eine kleine Springspinne (ca. 4 mm) so zu erwischen, daß man nicht nur ihr Hinterteil sieht. Heute war es dann so weit.

Morgens um 4:30 Uhr ging es los von Hebertshausen in Richtung Isarmündung bei Plattling. Grauer Himmel und Dauerregen begleiteten die gesamte Fahrt. Um 6:00 Uhr stand ich auf dem Parkplatz des Isar-Zentrums, von wo aus ich meine Beobachtungstouren und den kommenden 2½ Tagen starten wollte.
Gleich am ersten Tag sah ich zwei Vögel, die ich bis dato noch nie gesehen hatte.
Wasserralle

Fischadler
Er war weit, sehr weit weg, rund 300 m Luftlinie trennten uns. Daher kann man den Fischadler mehr erahnen, als daß man ihn sieht.

Nach 12 Stunden Beobachtungen fuhr ich die 12 Km zurück nach Plattling ins Hotel und fiel um 21 Uhr todmüde ins Bett.
Um 5 Uhr aufstehen, anziehen und los, um kurz vor 6 Uhr war ich wieder beim Isarzentrum und startet die nächste Tour. Das Wetter hatte sich bereits am Vortag beruhigt, so daß mich ein schöner Sonnenaufgang empfing.

Am Vormittag konnte ich an einem der vielen Teiche -zig Grauschnäpper bei der Jagd beobachten.

Erstaunlich viele Libellen und Schmetterlinge waren noch unterwegs, die Wiesen sahen schon recht spätsommerlich aus.


Am Vortag konnte ich ihn schon beobachten, heute saß ich an und erwischte ihn nach zwei Stunden Warten. Er zeigte mir auch gleich deutlich, was er von dem Fotoshooting hielt.

Der dritte und letzte Tag begann grandios. Im Westen stand der hell strahlende Vollmond während im Osten die Sonne aufging. Dazu konnte ich einige Rehe beobachten und hörte immer wieder den melancholischen Ruf des Schwarzspechts.

Und dann sah ich ihn auch, den Schwarzspecht. In der großen Weide war es allerdings recht schwierig, ihn zu fotografieren, da er ständig von Ästen verdeckt war.

Den restlichen Vormittag verbrachte ich mit dem Ansitz auf den Eisvogel. Bei 9°C fröstelte es mich ein bißchen, dann kam jedoch die Sonne – und der Eisvogel. Hier mal ein Blick auf mein Tarnversteck, meine Aussicht von dort und schließlich das Foto vom Eisvogel.



Es waren 2½ wundervolle Tage, 30 Stunden in der Natur, rund 30 Km Fußmarsch. Eines ist sicher: im Winter und im kommenden Frühjahr bin ich wieder hier.
Erst wußte ich gar nicht, was ich da fotografiere, jetzt weiß ich zumindest, daß es irgendeine Puppe ist.
Update
Wie ich gerade aus einer Facebook-Insektenbestimmungsgruppe erfuhr, handelt es sich um den Kokon einer Schlupfwespe.
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/16 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 | Blitz: Ja |
Die beiden haben evtl. noch etwas vor, zumindest saßen sie sehr vertraut nebeneinander.
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/16 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 | Blitz: Ja |
Und er schaute zu.
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/16 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 | Blitz: Ja |
Wenn sich Insekten einen bunten machen, sieht man ihnen das doch gleich an den Augen an.
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/16 | Verschlusszeit: 1/200s | Brennweite: 105mm | ISO: 100 | Blitz: Ja |
Lange, viel zu lange, habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben. Fotografisch habe ich die vergangenen Wochen einen etwas anderen Weg eingeschlagen und mich näher mit der Makro-Fotografie beschäftigt.
Darum hier erst einmal eine kleine Auswahl von Fotos, die halbwegs gelungen sind.
Seit rund 4 Jahren halte ich Ausschau nach dem Fichtenkreuzschnabel. Das er hier (selten) vorkommt, hatte ich schon vor längerer Zeit erfahren, am Wochenende war es dann so weit. An meiner Vogelbeobachtungsstelle kam ein Pärchen zum Trinken.
Männchen
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/6.3 | Verschlusszeit: 1/1250s | Brennweite: 460mm | ISO: 4000 | Aufgenommen: 29 März 2020 |
Weibchen
Kamera: NIKON D500 | Blende: ƒ/6 | Verschlusszeit: 1/1250s | Brennweite: 350mm | ISO: 3200 | Aufgenommen: 29 März 2020 |