Mystischer Tauchgang

PL Der Echinger Weiher wird durch Quellen am Grund des Sees gespeist. Das führt zum einen dazu, daß die Wassertemperatur auch im Sommer nicht über 12°C steigt und zum anderen, daß der See auch im Winter nicht zufriert. Man kann also das ganze Jahr über tauchen.

Es gibt aber noch einen interessanten dritten Effekt. Dort, wo das kalte Quellwasser aus dem Grund des Sees tritt und auf das leicht wärmere Wasser trifft, bilden sich “Nebelschwaden”. Zur Zeit wälzt sich das Wasser gerade um und der Nebeleffekt tritt auch an Stellen auf, an denen keine Quelle ist. So trifft man immer wieder auf geradezu mystisch anmutende Szenerien.

Nebel im Tal
Nebel im Tal

Hier noch mal an anderer Stelle aus einer anderen Perspektive.

Nebel Echinger Weiher
Nebel wabert hier auch am Talrand

Zu dieser Stimmung paßte es, daß ich heute mal wieder den Methusalem des Weihers sah. Da er sich, trotz meiner Nähe, keinen Zentimeter fortbewegte, konnte ich ihn nicht nur gut photographieren, sondern auch seine Größe schätzen: mindestens einen Meter lang ist er.

Grösster Hecht
Der größte unter den großen.

Rückkehr der Flußbarsche

PL Den ganzen Sommer über beobachtete ich mehrere große Flußbarschschwärme im Echinger Weiher. Interessant war, wie die Fische fast von Woche zu Woche größer wurden und aus den Kindergartenschwärmen Jugendgangs wurden.

Gegen Ende des Sommers sah ich bestimmt 3-4 Schwärme pro Tauchgang. Vor einer Woche jedoch bin ich auf einem 60-minütigen Tauchgang keinem einzigen Flußbarsch begegnet. Ebenso erging es mir auf dem darauffolgenden Tauchgang.

Gestern das erste Wiedersehen – einen einzigen Flußbarsch, knapp 10 cm groß, habe ich gesehen. Normalerweise tauche ich dicht am Uferbereich, bin aber gestern extra mal mitten durch den See getaucht in der Hoffnung, in größerer Tiefe auf die vermißten Schwärme zu treffen – Fehlanzeige. Den einzelnen Fisch sah ich auf dem Rückweg in vielleicht 2m Wassertiefe.

Heute dann das richtige Wiedersehen. Zunächst traf ich auf 8-10 Barsche, der Größte war sicherlich 20-25 cm lang. Ungefähr auf der Hälfte des Tauchganges, am weitesten weg vom Einstieg, dann der erste große Schwarm.

Flußbarschschwarm
Da sind sie wieder, die Flußbarsche

Sie sind noch ziemlich klein, größer als 5-6 cm war keiner von denen. Ich konnte sie lange beobachten, da sie, genauso wie ich, einfach nur so rumdümpelten. Jetzt bin ich gespannt, wie es sich entwickelt, wenn der Winter Einzug hält.

Ereignisreicher Tauchgang

PL Als ich heute um kurz vor 07:30 Uhr ins Wasser ging, sah ich keine Minute später einen der großen Hechte. Ich war umso überraschter, als ich an dieser Stelle schon seit ewigen Zeiten keinen Hecht mehr gesehen hatte.

Wenig später entdeckte ich einen der drei großen Karpfen. Er war aber mal wieder so schnell verschwunden, daß ich keine Zeit hatte, ein Photo von ihm zu schießen.

Den nächsten großen Hecht sah ich erst sehr spät. Kein Wunder bei dieser perfekten Tarnung.

perfekte-tarnung
Perfekt getarnt

Auch die Flußbarsche tun alles dafür, nicht aufzufallen. Vor allen Dingen dann, wenn sie sich nicht in ihrem Schwarm befinden, wie dieser, den ich, schön von der Sonne beschienen, aus recht geringer Entfernung photographieren konnte.

Flußbarsch vor Pflanzenteppich
Flußbarsch vor Pflanzenteppich

Dann allerdings machte ich eine Entdeckung, die meine gute Stimmung trübte. Nachdem ich vor einigen Tauchgängen erstmalig einen toten Fisch fand (einen kleineren Hecht), stieß ich heute auf einen ca. 60-70cm großen Karpfen, der tot am Seegrund lag.

toter-karpfen
Toter Karpfen

Er hatte, zumindest auf der nach oben grichteten Seite keine sichtbaren Verletzungen, ich habe nicht herausfinden können, woran er starb.

Das aufregendste fand jedoch relativ kurz nach Beginn der Tauchganges statt. Leider gibt es von dem Ereignis kein Photo, da alles sehr schnell ging und ich auch so überrascht war, daß ich den Griff zur Kamera zunächst vergaß – und dann war es zu spät. Links von mir schwamm “etwas großes” weg, in Richtung Seemitte. Das es kein Fisch war, sah ich schon aus den Augenwinkeln. Für einen Fischotter, den ich im Frühjahr einmal sah, war es viel zu groß. Und dann erkannte ich an dem platten, waagerechten Schwanz: ein Biber machte sich gerade davon. Ich bin kurz danach noch aufgetaucht, weil ich dachte, ihn so noch einmal zu sehen, aber dieser erste kurze Blick blieb dann doch der einzige auf den flüchtenden Biber.

Hechte im Echinger Weiher

PL Nach ca. 70 Tauchgängen im Echinger Weiher habe ich inzwischen einen recht guten Überblick über den Fischbestand. Neben den Flußbarschen, die in z.T. großen Schwärmen durch den See ziehen und den monströsen, aber sehr scheuen Karpfen, haben es mir vor allem die Hechte angetan.

Momentan bevölkern ca. fünf 70-80 cm große Hechte den Weiher. Da sie sehr standorttreu sind, kann man gezielt nach ihnen Ausschau halten. Fast immer sind sie in flachem bis sehr flachem (0,5-2,5 m) Wasser anzutreffen. Im Gegensatz zu den sehr vielen kleinen Hechten sind die großen ausgesprochen wenig scheu. Man kann sich ihnen meistens bis auf wenige Zentimeter nähern. Machen sie dann doch mal einen Flossenschlag, bleiben sie nach kurzer Strecke erneut stehen, so daß man kein Problem hat, ihnen nachzutauchen.

Hecht in Nahaufnahme
Die Schwanzflosse berührt fast meine Hand

Da sie sehr ruhig im Wasser stehen, geben sie natürlich ein ausgezeichnetes Fotomotiv ab. Besonders schön sind sie dann, wenn sie und die Landschaft um sie herum, von der Sonne beschienen werden.

Hecht in schöner Landschaft
Er weiß, wie er aussieht.

Natürliche Feinde gibt es für sie im See nicht und sie zeigen das mit ihrem oben beschriebenen Verhalten auch deutlich. Allerdings sah ich immer wieder einmal Fische mit sehr starkem Parasitenbefall. Selbst einen auf einem Auge blinden Hecht konnte ich schon beobachten. Da im Echinger Weiher nicht geangelt wird (ich habe zumindest noch nie einen Angler gesehen), reguliert sich der Bestand durch natürliche Auslese. Da ich in diesem Jahr sehr viele Jungfische gesehen habe, bin ich gespannt, wie sich die Population in den kommenden 2-3 Jahren entwickeln wird. Zugute kommt der außergewöhnlich hohen Anzahl von Hechten die ebenso außergewöhnlich hohe Anzahl von Flußbarschen in allen Entwicklungsstadien. Von wenige Zentimeter großen Jungfischen bis zu 15-20 cm großen ausgewachsenen Barschen ist alles in großer Zahl vorhanden. Es müssen in diesem Jahr wohl gute Bedingungen geherrscht haben.

Neben dem reinen Beobachten notiere ich seit einiger Zeit, wo ich welche Fische gesehen habe. Interessant wird es, diese Zahlen mit denen im kommenden Jahr zu vergleichen.

Und zum Schluß noch ein paar bewegte Bilder.
Großer, sehr entspannter Hecht (ca. 25 MB).

 

Flußbarschschwarm in schöner Unterwasserlandschaft (ca. 41 MB).

Tomatensauce

PL Nachdem wir heute eine große Menge Tomaten geerntet haben, war Andrea in vollem Einsatz. Die entstandenen 3 1/2 Liter Tomatensauce sollten ein paar Donnerstage halten. Hier das sehr empfehlenswerte Rezept.

Tomatensoße auf Vorrat

Zutaten

Für 6 Gläser à 500 ml

  • 4 kg vollreife Tomaten (unterschiedliche Sorten)
  • 350 g Zwiebeln
  • 4 kl. Knoblauchzehen
  • 150 ml Olivenöl
  • 2 El Zucker
  • 180 g Tomatenmark
  • 5 kl. Zweige Thymian (oder 1 Tl getr. Thymian)
  • 5 kl. Zweige Rosmarin (oder 2 Tl getr. Rosmarin)
  • 2 Tl getr. Majoran
  • Salz Pfeffer Zucker
  • 1 Tl. Tabasco

Zubereitung

  1. Tomaten waschen und 1-2mal auseinander schneiden oder würfeln. Zwiebeln und Knoblauchzehen grob zerkleinern. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Knoblauch und 2 El Zucker dazugeben und 2 Min. mitdünsten.
  2. Tomaten und Tomatenmark dazugeben. Thymian und Rosmarin abzupfen, hacken und dazugeben. Sauce 1 Std. offen einkochen lassen, dabei immer wieder umrühren. Danach mit dem Zauberstab pürieren und durch die Flotte Lotte drehen. (Nur dann sind alle Tomatenhäute entfernt.) Die Soße zurück in den Kochtopf geben, mit Salz, Pfeffer, Zucker und Tabasco würzen und nochmals aufkochen lassen.
  3. Sofort in 6 saubere, heiß ausgespülte Twist-off-Gläser (à 500 ml) füllen, mit dem Deckel verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Auskühlen lassen und im Kühlschrank oder im dunklen, kühlen Keller aufbewahren. Hält ca. 6 Monate.