Vorkühlen für einen heißen Tag

PL Um 5.15 Uhr ging es heute morgen los, gerade rechtzeitig zu den ersten Sonnenstrahlen über dem Echinger Weiher.

Sonnenaufgang am Echinger Weiher
Die Sonne schaut gerade über die Bäume hinweg

Neben Karpfen und mehreren Hechten sah ich viele Flußbarschschwärme in allen möglichen Entwicklungsstufen. Die kleinsten waren geschätzt wenige Tage alt, andere sahen schon fast erwachsen aus. Einer der Schwärme begleitete mich einige Meter und zeigte dabei ein sehr neugieriges Verhalten.

Flußbarschschwarm im Echinger Weiher
Ein ganzer Flußbarschswarm begleitete mich bei meinem Tauchgang

Die Wasseroberfläche des Echinger Weihers ist z.Zt. übersät mit Blütenstaub und Blütenblättern. Von unten sieht das dann aus wie marmoriert.

Blick nach Oben zur Wasseroberfläche
Blütenstaub und Blütenblätter marmorieren die Wasseroberfläche

Am Ende des Tauchgangs stand die Sonne dann bereits ein Stück höher, es war schon knackig warm geworden.

Sonne über dem Echinger Weiher
Nach dem Tauchgang: Sonne über dem Echinger Weiher

Alles in allem ein sehr schöner Tauchgang, ich habe es genossen, wieder einmal komplett alleine am und im See zu sein.

Selbstportrait nach dem Tauchgang
Ja, der Tauchgang war sehr schön

Starennachwuchs die zweite

PL Der Starenkasten war wenige Tage nach dem Ausflug der ersten Brut bereits wieder belegt. Herr Star wechselte vom Futtermodus übergangslos in den Balzmodus und fand, dank bereits gemachtem Nest, schnell wieder eine willige Dame. Was zu dem Zeitpunkt beide nicht wissen konnten: ihre Jungen werden in einer sehr feuchten Wetterphase groß werden.

Star mit Beere im Schnabel sitzt auf dem Starenkasten
Wenigstens hat der Lütte noch ein Dach überm Kopf

Gut zu erkennen ist hier das angeklatschte, nasse Gefieder. Nur gut, daß es die Jungen noch trocken haben.

Star mit roter Beere im Schnabel, Junges schaut aus dem Brutkasten
Glücklich schauen sie beide nicht aus

Entweder ist es die neue Auserwählte oder Herr Star hat vergessen, daß die Fütterung vom Dach aus schon bei der ersten Brut nicht klappte.

Star versucht Jungens vom Dach des Starenkastens aus zu füttern
Klappt mal wieder nicht mit dem Füttern von oben

Ertappt! Ich stand zwar recht bewegungslos, aber doch sehr nah am Starenkasten – prompt wird man entdeckt.

Junger Star schaut aus dem Brutkasten genau in die Kamera
Was macht der Typ da nur an der Hausecke?

[Update 02.07.16]
Nachdem ich das Nest aus dem Starenkasten entfernt hatte, wußte ich nun auch, was für “rote Beeren” die Stareneltern an ihre Jungen verfüttert hatten: Kirschen.

Starennest voller Kirschkerne
Sie saßen wie die Prinzessin auf der Erbse

Schönes Mistwetter

PL An Dauerregen haben wir uns nun fast gewöhnt. Sommer? Bislang noch nicht in Sicht. Zwischen den Dauerregen schieben sich immer wieder Gewitter, die aus dem Dauer- dann meist einen Starkregen machen. Gestern jedoch verbündete sich das Gewitter mit der untergehenden Sonne und inszenierte ein phantastisches Naturschauspiel, dem wir erst von der Terrasse gebannt zusahen und dann die Loge in Form des Balkons im zweiten Stock erklommen. Der Kontrast zwischen den schon im Schatten liegenden Häuser, den von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln, den beiden Regenbögen und schließlich dem Gewitterhimmel war sehr beeindruckend. Die folgenden Bilder geben das nur in Ansätzen wieder, da sie immer nur einen Teil der gesamten “Inszenierung” zeigen.

Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 1
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 2
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 3
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 4

Neuer Gast am Vogelhaus

PL Ich staunte nicht schlecht, als ich gestern das erste Mal in 10 Jahren ein Eichhörnchen im Garten sah. Und wo rannte es natürlich zielstrebig hin?

Eichhörnchen auf dem Vogelhaus
Fast am Ziel seiner Wünsche

Von dort war es natürlich ein Leichtes, an das begehrte Vogelfutter zu gelangen.

Eichhörnchen im Vogelhaus beim Fressen
Guten Appetit

Ein bißchen eng ist es ja, da muß man sich schon mal strecken.

Eichhörnchen im Vogelhaus
Für diesen Gast werde ich sicher nicht anbauen

Für diesen Abgang verdient es die 10.0 in der Haltungsnote.

Eichhörnchen auf der Stange des Vogelhauses
Kurzes Stillsitzen für die Kameras

Heute Morgen dann das gleiche Spiel, nur im anderen Vogelhaus.

Eichhörnchen im zweiten Vogelhaus
Nur mal eben den Futterplatz gewechselt

Dieses Bild machte ich noch von der offenen Terrassentür aus mit vollem Zoom. Danach ging ich ohne Kamera auf das Vogelhaus zu und stellte verblüfft fest, daß das Eichhörnchen keine Anstalten machte, zu fliehen. Ich ging also zurück zum Haus, holte die Kamera und ging wieder auf das Vogelhaus zu – wieder blieb das Eichhörnchen sitzen.

Aus ca.n3m Entfernung photographiertes Eichhörnchen
Aus ca. 3m Entfernung entstand dieses Photo

Dann halt zum Abschluß noch eine Portraitaufnahme.

Portraitaufnahme des Eichhörnchens
Es wollte unbedingt noch ein Paßphoto

Vergeblicher Versuch

PL Gestern fand ich ein Vogelküken auf der Erde. Ich habe bis jetzt keine Ahnung, wie es dort hingekommen ist, da ich in der unmittelbaren Umgebung kein Nest finden konnte. Ich kann mir nur vorstellen, daß irgendein Räuber es aus einem Nest geholt und an dieser Stelle hat fallen lassen.

Kleines, aus dem Nest gefallenes Vogelküken
So habe ich ihn gefunden

Da es sich noch bewegte, nahm ich es auf um zu sehen, ob es verletzt ist. War es aber nicht.

Vogelküken auf der behandschuhten Hand
Noch habe ich das Küken nur mit Handschuhen angefaßt

Nachdem es auf dem nassen kalten Boden gelegen hatte, wärmte ich es erst einmal in meiner Hand.

Vogelküken in meiner Hand
Er kann sich in meiner Hand aufwärmen

Was tun? Ich setzte es in ein Nest, das ich in meiner “Naturfundesammlung” hatte.

Vogelküken im Nest
Ein Nest aus meiner “Naturfundesammlung” dient als Ersatz

Dann kam, was kommen mußte (obwohl man es bessser weiß).

Sperrendes Vogelküken
Groß genug ist der “Trichter” ja
Fütterung eines Vogelkükens
Und rein damit

Aber was frist ein Vogel, von dem man nicht weiß, was es für einer ist? Ich hatte keine Ahnung und nahm das, was landläufig Vogeleltern an ihre Jungen verfüttern: Regenwürmer. Insgesamt sieben oder acht Stück habe ich im Laufe des Tages an den kleinen verfüttert, immer schön in schnabelgerechte Stückchen zerteilt. Positiver Nebeneffekt: die Erde in meinem Gemüsebeet ist gut gelockert.

Nach den Mahlzeiten schlief er jedesmal sofort ein.

Schlafendes Vogelküken
Nach dem Fressen schläft er erst einmal

Über Nacht brachte ich den Lütten in den Heizungskeller, da es dort ein paar Grad wärmer als in der Wohnung ist. Heute morgen lebte er auch noch, machte aber bereits einen sehr schwachen Eindruck. Er konnte den Kopf schon nicht mehr heben, so daß ich auch nicht mehr füttern konnte. Ungefähr eine Stunde später hatte er sich dann in den Vogelhimmel verabschiedet.

Totels Vogelküken
Im Vogelhimmel ist es wohl doch schöner