Schönes Mistwetter

PL An Dauerregen haben wir uns nun fast gewöhnt. Sommer? Bislang noch nicht in Sicht. Zwischen den Dauerregen schieben sich immer wieder Gewitter, die aus dem Dauer- dann meist einen Starkregen machen. Gestern jedoch verbündete sich das Gewitter mit der untergehenden Sonne und inszenierte ein phantastisches Naturschauspiel, dem wir erst von der Terrasse gebannt zusahen und dann die Loge in Form des Balkons im zweiten Stock erklommen. Der Kontrast zwischen den schon im Schatten liegenden Häuser, den von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln, den beiden Regenbögen und schließlich dem Gewitterhimmel war sehr beeindruckend. Die folgenden Bilder geben das nur in Ansätzen wieder, da sie immer nur einen Teil der gesamten “Inszenierung” zeigen.

Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 1
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 2
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 3
Regenbogen über Hebertshausen mit von der Sonne beleuchteten Baumwipfeln
Regenbogen über Hebertshausen 4

Neuer Gast am Vogelhaus

PL Ich staunte nicht schlecht, als ich gestern das erste Mal in 10 Jahren ein Eichhörnchen im Garten sah. Und wo rannte es natürlich zielstrebig hin?

Eichhörnchen auf dem Vogelhaus
Fast am Ziel seiner Wünsche

Von dort war es natürlich ein Leichtes, an das begehrte Vogelfutter zu gelangen.

Eichhörnchen im Vogelhaus beim Fressen
Guten Appetit

Ein bißchen eng ist es ja, da muß man sich schon mal strecken.

Eichhörnchen im Vogelhaus
Für diesen Gast werde ich sicher nicht anbauen

Für diesen Abgang verdient es die 10.0 in der Haltungsnote.

Eichhörnchen auf der Stange des Vogelhauses
Kurzes Stillsitzen für die Kameras

Heute Morgen dann das gleiche Spiel, nur im anderen Vogelhaus.

Eichhörnchen im zweiten Vogelhaus
Nur mal eben den Futterplatz gewechselt

Dieses Bild machte ich noch von der offenen Terrassentür aus mit vollem Zoom. Danach ging ich ohne Kamera auf das Vogelhaus zu und stellte verblüfft fest, daß das Eichhörnchen keine Anstalten machte, zu fliehen. Ich ging also zurück zum Haus, holte die Kamera und ging wieder auf das Vogelhaus zu – wieder blieb das Eichhörnchen sitzen.

Aus ca.n3m Entfernung photographiertes Eichhörnchen
Aus ca. 3m Entfernung entstand dieses Photo

Dann halt zum Abschluß noch eine Portraitaufnahme.

Portraitaufnahme des Eichhörnchens
Es wollte unbedingt noch ein Paßphoto

Vergeblicher Versuch

PL Gestern fand ich ein Vogelküken auf der Erde. Ich habe bis jetzt keine Ahnung, wie es dort hingekommen ist, da ich in der unmittelbaren Umgebung kein Nest finden konnte. Ich kann mir nur vorstellen, daß irgendein Räuber es aus einem Nest geholt und an dieser Stelle hat fallen lassen.

Kleines, aus dem Nest gefallenes Vogelküken
So habe ich ihn gefunden

Da es sich noch bewegte, nahm ich es auf um zu sehen, ob es verletzt ist. War es aber nicht.

Vogelküken auf der behandschuhten Hand
Noch habe ich das Küken nur mit Handschuhen angefaßt

Nachdem es auf dem nassen kalten Boden gelegen hatte, wärmte ich es erst einmal in meiner Hand.

Vogelküken in meiner Hand
Er kann sich in meiner Hand aufwärmen

Was tun? Ich setzte es in ein Nest, das ich in meiner “Naturfundesammlung” hatte.

Vogelküken im Nest
Ein Nest aus meiner “Naturfundesammlung” dient als Ersatz

Dann kam, was kommen mußte (obwohl man es bessser weiß).

Sperrendes Vogelküken
Groß genug ist der “Trichter” ja
Fütterung eines Vogelkükens
Und rein damit

Aber was frist ein Vogel, von dem man nicht weiß, was es für einer ist? Ich hatte keine Ahnung und nahm das, was landläufig Vogeleltern an ihre Jungen verfüttern: Regenwürmer. Insgesamt sieben oder acht Stück habe ich im Laufe des Tages an den kleinen verfüttert, immer schön in schnabelgerechte Stückchen zerteilt. Positiver Nebeneffekt: die Erde in meinem Gemüsebeet ist gut gelockert.

Nach den Mahlzeiten schlief er jedesmal sofort ein.

Schlafendes Vogelküken
Nach dem Fressen schläft er erst einmal

Über Nacht brachte ich den Lütten in den Heizungskeller, da es dort ein paar Grad wärmer als in der Wohnung ist. Heute morgen lebte er auch noch, machte aber bereits einen sehr schwachen Eindruck. Er konnte den Kopf schon nicht mehr heben, so daß ich auch nicht mehr füttern konnte. Ungefähr eine Stunde später hatte er sich dann in den Vogelhimmel verabschiedet.

Totels Vogelküken
Im Vogelhimmel ist es wohl doch schöner

Von schön zu feucht

PL Das sich die Sumpflilien von Jahr zu Jahr mehr ausbreiten, stört mich überhaupt nicht.

Sumpflilien am Teichrand
Sumpflilen

Dieser Frosch ist etwas ganz besonderes. Erstens quakt er wie eine Ente, zweitens in einer Lautstärke, die einem Presslufthammer das Wasser reichen kann. Nein, er bewundert hier nicht die Sumpflilien, er denkt nur an das eine …

Teichfrosch
Unser Schreihals

Am Tag darauf saß er auf dem Rasen im Garten. Gewundert hat’s mich nicht, war es doch auf dem Rasen ungefähr gleich naß, wie im Teich. Es goß wie aus Kannen.

Starker Regen im Garten
Es schüttet wie aus Kübeln

Mäusedrama

PL Gestern abend fand ich zwei sehr kleine tote Mäuse vor dem Tomatenhaus. Der Regen ließ sie noch erbärmlicher und kleiner aussehen, da das Fell am Körper klebte. Ich wunderte mich, dass ich sie dort fand, denn es sah so aus, als seien sie alleine an diese Stelle gekommen und wären, zusammengekuschelt, dort gestorben. Ich konnte mir das nicht erklären.

Heute morgen, beim Öffnen des Tomatenhauses, sah ich weitere zwei kleine Mäuse, diesmal lebend, auch wieder direkt vor dem Tomatenhaus. Dann entdeckte ich auch das Mauseloch, denn eine der kleinen hockte direkt davor.

Kleine Maus auf Trittstein
Maus auf Trittstein
Kleine Maus vor dem Tomatenhaus
Maus vor Tomatenhaus im Gras

Sie sahen zwar sehr süß aus, machten aber nicht den Eindruck, als seien sie überlebensfähig. Zumindest in einem Fall behielt ich mit meiner Einschätzung recht.

Fast tote Maus mit Ameisen übersät
Mausetot – dachte ich

Das kleine Drama daran: kurz, nachdem ich die Aufnahme gemachte hatte, sah ich, daß die Maus noch garnicht tot war. Sie hat noch fast eine Stunde gelebt, wahrscheinlich haben ihr die vielen Ameisenbisse dann den Garaus gemacht.

Zu meiner Überraschung sah ich dann am Abend eine der drei (zwischenzeitlich hatte ich noch eine dritte entdeckt) Kleinen unter dem Vogelaus rumturnen, sie knabberte an den Sonnenblumenkernen und den Erdnußsplittern. Mal sehen, ob ich morgen noch eine lebend antreffe.