Nahe und etwas fernere Gäste

APL Am späteren Nachmittag fanden sich wieder diverse Vögel ein.

Dompfaff-Männchen sitzt im Sommerflieder
Er kam heute mal alleine

Die Amsel baut in der Ligusterhecke zum Nachbarn ihr Nest und sammelt fleißig Material dafür.

Amselweibchen mit Nistmaterial im Schnabel
Frau Ligusterhecken-Amsel

Der Bunspecht holt sich am Boden die Ernußsplitter, klettert den Pfahl des Vogelhauses hoch und zerhämmert dann im Vogelhaus seine »Beute«.

Buntspecht hackt Ernußsplitter
Hier werden die Erdnußsplitter bearbeitet

Hier peilt er noch mal die Lage aus einer anderen Perspektive.

Buntspecht sitzt am gestutzten Sommerflieder
Diesmal scheint nicht der Meisenknödel das Objekt der Begierde zu sein

Auch die beiden beobachteten das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung. Sie wissen ganz genau, wann sie ungestört in den Garten einfliegen können und wann nicht.

Zwei Krähen auf dem Dachfirst
Scherenschnitt mit Krähen

Ich sitze auf der Terrasse und werde auf einmal stutzig, weil etwas anders ist – es ist komplett ruhig. Kein Vogelgezwitscher mehr, keine umherfliegenden Vögel. Erst dann entdecke ich den Sperber auf dem Sommerflieder (leider hatte ich nur das Handy zu Hand, das kann nur schlecht zoomen). Er hat offensichtlich bereits einen erfolglosen Angriff geflogen.

Dort blieb er sitzen und schaute und schaute und schaute, bestimmt zehn Minuten lang. Und dann beobachtete ich etwas, was ich so noch nie gesehen hatte. Eine Kohlmeise wollte ein paar Minuten zuvor das Vogelhaus anfliegen und sah im letzten Moment den Sperber, der schon zum Angriffsflug zuckte. Sie verschwand dann aber blitzschnell in einem bereits belaubten Busch (den man teilweise ganz links am Bildrand sieht) und war so (zunächst) außer Gefahr. Der Sperber blieb also sitzen und tat das, was er zuvor schon getan hatte: er schaute. Dann beging die Meise einen tötlichen Fehler – sie hüpfte im Busch von einem Ast zum anderen. In dem Moment stürzte sich der Sperber mitten in den Busch, er verschwand regelrecht darin, kam nach kurzer Zeit unten wieder raus und blieb auf dem Rasen sitzen – mit der Kohlmeise in den Fängen. Sie hob noch einmal kurz den Kopf, dann verschwand der Sperber samt Meise in Richtung Schießplatz. Das war wohl der Meise letzter Flug.

Ein Sperber sitzt auf dem Sommerflieder
Der Sperber kann warten

Happy Star

APL Nun hat es doch noch geklappt. Wochenlanger Balzgesang, Tonnen von Nistmaterial, Grünzeug und allem, was man für eine gemütliche Stube braucht, haben Früchte getragen. Erste Schwächeanfälle ließen schon auf ein Singledasein schließen.

Star hockt etwas müde auf dem Starenkasten
Nach Wochen des vergeblichen Balzgesanges zeigt der Star erste Ermüdungserscheinungen

Beide bauen nun das Nest fertig, wobei man schon beobachten kann, daß das Engagement des Herrn sichtlich nachläßt. Sie schleppt unermütlich Nistmaterial herbei, baut im Kasten das Nest fertig, während er daneben sitzt, ein paar Liedchen trällert und ab und zu mal einen Halm vorbeibringt.

Staren-Männchen neben dem Nistkasten
Kaum ist eine Frau im Haus, verlegt man sich auf die Aufsichtsführung

Wobei ich hin und wieder den Eindruck habe, daß er noch nicht so genau weiß, wofür diese Behausung mal dienen soll. Die Größe der Gräser, die aus dem Einflugloch hängen, läßt mich eher den Eindruck gewinnen, daß er sich dort eine Werkstatt einrichten will – Hauptsache stabil, schön muß es nicht sein.

Star bringt Nistmaterial an den Kasten
Was aus dem Kasten hängt, zeugt nicht gerade von einem Händchen für filegranen Nestbau

Sie ist eher für das feine, kleine. Ihr ist offensichtlich ganz klar, wofür das Bauwerk später mal dienen soll.

Staren-Weibchen mit Nistmaterial vor dem Einflugloch
Sie ist für das passende Ambiente zuständig

Und so geht es dann voran, wie bei jedem Hausbau: der Bauherr hat das große Ganze im Blick, die Handwerker schuften.

Starenpaar am Nistkasten
Bauherr und Handwerker – das Rollenbild perfekt dargestellt

Rallen, Raben und Ruinen

APL Beim heutigen Spaziergang habe ich einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: 5 Km in 2 Stunden. Es gab so viel zu sehen, daß ich kaum von der Stelle kam.

An der Amper sah ich eine Wasseramsel (die hatte ich schon lange nicht mehr gesehen), eine Bachstelze, einen Erlenzeisig und unzählige Rauchschwalben. Und nicht zu übersehen ware die drei Nester der Blässhühner.

Brütendes Blässhuhn
Brütendes Blässhuhn
Brütendes Blässhuhn
Brütendes Blässhuhn
Brütendes Blässhuhn
Brütendes Blässhuhn

Wenige Tage vor meinem Spaziergang hatte es ordentlich geschneit, was der Krähe, die sich seit kurzem in den Garten traut, sicherlich auch nicht besonders gefallen hat.

Krähe im Schneegestöber
Schneekrähe
Leicht schneebedeckte Krähe am Futterhaus
Tüpfelkrähe

Wer sich an dieses Schild halten soll, wurde mir nicht ganz klar. Möglicherweise sind die Enten angesprochen, die auf diesem toten Seitenarm der Amper zu Hause sind.

Verkehrsschild »Feuerwehrzufahrt« in Seitenarm der Amper
»Einfahrt freihalten« wäre genauso sinnvoll

Vor einigen Tagen las ich in der SZ, daß die Gemeinde ein Grundstück gekauft hat, das jahrelang (mindestens so lange, wie wir hier wohnen) brach lag. Für die spätere Erinnerung habe ich die Ruine der alten Zellstoff-Fabrik, die auf dem Gelände ansässig war, fotografiert.

Ruine der alten Zellstoff-Fabrik in Hebertshausen
Ein letzter Blick

Von Pfaffen und Staren

APL Nachdem auch die Winterflüchtlinge langsam alle wieder zurück sind, tummeln sich am Vogelhaus z. Zt. Amseln, Blau- und Kohlmeisen, Grün- und Buchfinken, Feldsperlinge, Stare, Rotkehlchen, Ringeltauben, Dompaffen, Girlitze und hin und wieder eine Heckenbraunelle.

Balzender Star auf dem Nistkasten
Wie lange widersteht die weibliche Starenwelt diesem Prachtexemplar?
Kleiner Trupp Stare am Vogelhaus
Dieser Trupp gibt dem balzenden Kollegen Hoffnung
Dompfaffmännchen im Futterhaus
Dompfaff oder Gimpel, das ist hier keine Frage
Erpel mit gelockten Schwanzfedern
Erpel mit gelockten Schwanzfedern

Verschleierter Vollmond

APL Nachdem das Wetter heute erheblich besser als angesagt war, stieg mit jeder abziehenden Wolke die Wahrscheinlichkeit, den Vollmond (war heute um 08:08 Uhr) zu Gesicht zu bekommen. Um kurz nach 21 Uhr sah ich ihn dann vom Garten aus, er versteckte sich jedoch hinter einer Schleierwolke.

Vollmond hinter zwei Bäumen
Verschleierter Vollmond
Bild 1 – Kamera: DSC-RX100M2 | Blende: ƒ/3.2 | Verschlusszeit: 20s | Brennweite: 16.2mm | ISO: 100 |

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